| Der 50-Fuss-Hightech-Katamaran „Victorinox“ wurde im Auftrag von Dany Monnier in der derzeit technologisch modernsten Katamaran-Werft Europas, der KKG von Dr. Martin Mai aus Wien gebaut. Die «Victorinox» beruht auf dem Novara-Konzept und stellt als Novara 50 R eine verlängerte Version der Novara 44 dar, die seit 1996 über die Weltmeere segelt. Urvater, Konstrukteur und Erbauer ist der Wiener Dr. Martin Mai, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die optimale Katamaranform zu entwickeln. Das futuristische und extravagante Aussehen der Konstruktion beruht daher nicht auf Designer-Launen, sondern ist das Ergebnis von mehr als 100 Schlepptankversuchen, die seit 1990 an der Universität in Southampton durchgeführt wurden, sowie ergonomischen und konstruktiven Berechnungen. Mit anderen Worten, bei der Novara 50 R wurde nichts dem Zufall überlassen und jedes kleinste Detail entspringt einer konstruktiven Bedeutung. Die drei wesentlichen Merkmale, welche die «Victorinox» von anderen Fahrten oder Rennkatamaranen unterscheiden, liegen in der Verarbeitungsmethode, der Rumpfform sowie der Raumgestaltung in den so genannten «Human Tubes», den Wohnrümpfen. Rumpfform Wave-Cutter heisst hier das Schlagwort und stellt eine Verlängerung des messerscharf zulaufenden Bugs dar. Diese Konstruktion bewirkt, dass der Bug nicht auf der Welle aufschwimmt, sondern sie wie ein Pfeil oder Messer durchschneidet. Die Auftriebswirkung der Welle verlagert sich somit in die Mitte des Katamarans zu seinem Schwerpunkt. Der Vorteil liegt unter anderem in geringeren Stampfbewegungen und in einer höheren Geschwindigkeit, da der Rumpf glatt durch die Welle hindurch geht.  | Baumaterial: Das Ziel von Dr. Mai war und ist es, möglichst wenig Gewicht bei maximaler Festigkeit zu erreichen. Bei der «Victorinox» bedeutet das konkret ein Gewicht von 7'500 kg inklusive Einrichtung, Flügelmast, Segel und zwei Motoren auf einer Länge von 15,25 und einer Breite von 9,30 Meter. Um dem Leichtgewicht die nötige Stabilität zu geben, arbeitet die Werft im Glasfaser/Karbon-Sandwich-Composite-Vakuumverfahren. Bei dieser High-Tech-Methode wird in die Negativform erst ein Primer, danach Glasfasergelege (Gelege ist ähnlich wie Gewebe, nur reckarmer) und Harz eingebracht und im Vakuumverfahren verdichtet. Darauf wird mit der Spachtel ein Gemisch aus Harz und Microballoons (mikroskopisch kleine, hohle Glaskugeln) aufgetragen, auf das ein geschlossenporiger Schaum, entweder Airex oder Divinicell geklebt wird. Nach einem weiteren Vakuum-Vorgang, werden je nach Bedarf entsprechend viele Schichten Karbon-Gelege aufgelegt und erneut unter Vakuum gebracht. An höher belasteten Stellen, zum Beispiel unter dem Mastfuss, wo Druck bis zu 30 Tonnen einwirkt, werden Panzer-Sperrholzplatten in die Struktur eingebracht. Der assymetrische Laminataufbau der Victorinox - Aussenhaut Glas, Innenhaut Karbon- beruht auf der Tatsache, dass die Innenhaut der tragende Teil und mit den Schoten verbunden ist. Die Aussenhaut dient dem Sandwichaufbau, der Beulfestigkeit und wirkt Punktbelastungen entgegen. Die Fasern werden in Richtung der Kräfte orientiert. Längsfasern für die Zugbelastung Vorstag-Grossschot, plus/minus 45-Grad-Fasern für die Torsionsbelastung.
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