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Katamarane - Das Buch
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P28
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Segeln in der Brandung

 
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Ablegen bei starker Brandung ist ein „advanced maneuver“ für Segler mit Erfahrung. Wenn dir die nötige Erfahrung und Sicherheit fehlt, dann schaue dir ersteinmal die Revierkenner an. Achte auf den Startwinkel, die Sitzpositionen der Crew, die Ruderbewegungen, darauf, wann die Ruder abgesenkt werden und wie die Kurslinie über die Wellen aussieht. Als Küstenneuling brauchst du besonders viel Platz nach Lee und da darf kein anderer Kat sein, der möglicherweise schneller und steiler von Land wegkommt als du selbst. Wellen kommen in Sets. Start timen:lege ab möglichst in der Ruhepause zwischen den Sets.

1.Wichtig ist die richtige Wahl der Abfahrtsrichtung. Fast nie hast du den Wind wirklich vierkant (90Grad) auf den Strand stehen; starte dann immer vom Wind weg, damit du höher fahren oder bei gleicher Höhe mehr Kraft einsetzen kannst.

2.Abgelegt wird immer mit der Fock und halb abgesenkten Rudern.
Das Boot muss steuerbar sein und es muß möglichst viel Fahrt im Schiff sein, bis es den Brandungsbereich erreicht.
In dieser Phase des Starts muß der Katamaran hecklastig getrimmt werden, um die durch die nur halb abgesenkten Ruderblätter bedingte Luvgierigkeit auszugleichen.
Die Fock ist enorm wichtig. Sie wirkt gegen die Luvgier und drückt den Bug runter.

3.In dem Augenblick, in dem der Brecher den Kat zu fassen bekommt, verlagert die Crew ihr Gewicht weit nach vorne zum Mast-Vorderholm, um eine Kenterung über das Heck zu vermeiden, und luvt an, um den Brecher möglichst knapp unter vierkant zu durchsegeln. Ist das Boot durch den Brecher hindurch, fällt man sofort ab , um wieder Geschwindigkeit zu bekommen.
Take care!
Wenn du ohne Speed zu hart anluvst mit Bugspitzen perpendiculär (90 Grad) zu Welle bleibst du entweder im Wind stehen (in irons) und die Welle trägt dich wie ein Spielzeug mehrere Meter zurück oder du hast dabei ungewollt gewendet! Große Wellen haben enorme Kraft! Backflip im flachen Wasser kann den Mast und das Boot zerstören.
Sailing in the Surf

Die Welle immer schräg anfahren. Es ist erwünscht, das die Welle den Bug auf etwas tieferen Kurs schlägt, aus dem du beschleunigen kannst um die nächste Welle mit Speed zu nehmen.
Hobie 18 Wave Jumping

Landemanöver:
Steht der Wind nicht ganz vierkant auf den Strand, dann wähle für den Anlauf die Luvseite des Windwinkels.
Wichtig ist, dass dein Katamaran immer rechtwinklig vor den Brechern bleibt und nicht querschlägt. Dein Kurs muss also perpendiculär zur Welle sein, nicht zum Strand! Du läufst in der Brandung also praktisch immer platt vor dem Laken auf das Ufer zu. Gewicht so weit wie möglich nach achtern wenn die Welle dein Heck zu fassen bekommt. Crew auf Lee, auch weit hinten. Cunningham offen.Traveller auf Lee. Großschot offen. Fock einrollen.

Merke: Skipper und Crew auf dem Cat knieend, nicht sitzend! Bei schwachem Auflandwind ist es oft unmöglich über die Brandung zu segeln. Wenn du draußen nicht sicher bist - turn and go home. He who turns and runs today lives to sail another day!

Be kind to the waves and the waves will be kind to you!
Arthur

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