Je stärker der Wind pfeift und die Welle steigt, desto wichtiger wird die Beherrschung vom Boot. Manöver und Änderungen im Trimm müssen wie im Schlaf klappen.
Wenn trotz Doppel Trapez der Kat dauern steigt und kaum vorwärts kommt, dann wird es Zeit durch De-Powering Power zu machen.
De Power Hobie 18 AW Kurs bei Starkwind (22knoten plus)
1. Cunningham überstrecken mit aller Kraft die der Segler hat.
2. Unterliekstrecker (outhaul) dicht.
3. Mastkontroller reinrotiert - Mastnut zeigt hinter die Want Richtung Hinterholm
4. Großschot dicht.
5. Fock Traveller raus. Achterliek der Fock an der Saling.
6. GS Traveller auf.
De Powering hat ein Ziel das Hochfliegen vom Luvschwimmer (popping up) zu vermeiden und den Schwimmer nur ganz knapp über dem Wasser zu halten (just kissing the top of the waves).
Durch extrem flaches Profil wandert der Segeldruckpunkt stark nach unten. Es entsteht mehr Power im unteren Segelbereich, das Boot läuft wieder schnell, ein komfortables Segeln ist wieder möglich.
Ein wichtiger Mechanismus für depowering ist der Twist. Der ist primär einstellbar durch die Spannung vom Cunningham und GS.
Bei stark durchgesetztem Cunningham und dichter GS öffnet sich das Achterliek im Topbereich (kaum Druck oben durch Strömungsabriss, wie leech loose beim Surfen). Die Böen wehen oben aus und das Top steht dabei im gleichen Winkel wie der relative Wind. Es steht im gleichen Winkel wie die Windspione an der Hahnepot. Das Top steht „im Wind“.
Wenn du alle Tools bedient hast, Cunningham, Unterliekstrecker, Mastrotation, FS Traveller, GS dicht bis zum Punkt fast zu dicht geschottet, der Cat steigt aber immer noch, dann startet der GS Traveller immer mehr nach Lee um das Boot auf dem Wasser zu halten.
GS muss dabei immer sehr dicht bleiben! Kardinalfehler ist die GS zu fieren ohne Traveller aufzumachen! Das führt zu viel zu großem Twist-Off (Segel twistet zu stark von unten bis zum Top). Der Segeldruckpunkt wandert sofort sehr stark nach oben und du bist extrem überpowerd. Der Luvschwimmer fliegt sehr hoch und das Boot ist schwer zu managen.
Ich denke ab 28knoten (oberer 6er in Böen sicher 7 bis 8 ist für den 18er Rien ne va plus!
Denke an den Mast und deine eigene Knochen. Im Extremfall Fock einrollen und go home. Am Strand angekommen danke dem Herrn, es ist noch mal alles gut gegangen.
Hang loose!
Be kind to the waves and the waves will be kind to you!
Arthur










