Das Problem
Hobie verspannt die Trapeze bei vielen Booten (hier Hobie 15 Club) mittels einer Gummileine unter dem Trapolin. Die Gummileine führt dabei durch eine Öse im Trampolin. Leider erleidet die Gummileine hier, vermutlich mehr durch Wellen bei Nicht-Benutzung als durch tatsächliche Trapezbenutzung, einen hohen Verschleiß des Außenmantels. Die Trapezgummis müssen regelmäßig ausgewechselt werden. Ein Nachteil.
Die Lösung
Unsere Idee war, eine stärkere Leine/Seil einzusetzen, die dem hohen Verschleiß trotzt. Das Problem an dieser Sache ist nur: wie bekommt man trotzdem die Trapezeinrichtung einigermaßen gespannt, so dass sie während der Fahrt nicht herumbaumeln? Nun eigentlich recht simpel. Ich habe dazu vier kurze Tampen (ca. 2m), vier Gummileinen (ca. 2m) und vier Umlenkrollen (wir haben Rollfocks und die Umlenkrollen waren bei den Booten mit dabei - für eine Setz-Fock) verwendet. Die Tampen habe ich an dem Trapeztampen mittels eines Schotstegs befestigt und durch die Öse im Trampolin geführt. Dann die Umlenkrolle für das Vorschotertrapez jeweils auf der gegenüberliegenden Seite an der Verschnürung des Trampolins vorne am Vorderholm befestigt, die Gummileine durchgefädelt, den Tampen ebenfalls mittels Schotsteg angeknotet und die Gummileine ans Ende des Trampolins geführt, um sie dort mit einem Achtknoten in einer Öse zu sichern. Fertig! Beim Stermanntrapez habe ich die Umlenkrollen am Unterzug befestigt. Hier könnte man sich sicher auch die Umlenkrollen sparen, da man die Gummileine hier auch ohne weiteres direkt über den Unterzug führen könnte - aber wir hatten einfach genug von denen auf Lager ;-)
Lasst ein paar Bilder sprechen, wie das ganze aussieht:
Das ganze System macht einen sehr soliden Eindruck und die nächsten Wochen werden wir testen, ob unsere Vermutung stimmt. Ein bisschen Verbesserung wird uns sicher noch einfallen, aber am besten, ihr schaut einfach mal wieder rein! Ich werde euch mit Sicherheit berichten!
UPDATE
Die gesamte Konstruktion hat zwar etwas länger gehalten als ein Standard Trapezgummi aber die erdachte "ultimative Lösung" ist es sicherlich nicht.
Die eigentliche Schwachstelle - die Trampolinöse - erzeugt einfach zu viel Reibung. Aufgrund dieser Überlegung ist Bernd auf eine andere Idee gekommen: wir haben uns aus einem Gartenschlauch kleine ca. 4cm lange Stücke geschnitten, diese in der Mitte eingekerbt (die Ummantelung bis auf das Gewebe im Schlauch mit eine Trennscheibe/Schleifscheibe abgeschliffen) und in die Öse am Trampolin eingeklemmt. Das Trapezgummi wird nun einfach durch den Schlauch geführt.
Die anfängliche Skepsis ist komplett der Begeisterung gewichen! Früher haben wir ca. 3-4mal pro Saison ein Gummi getauscht - dieses Jahr war es vielleicht einer - wenn überhaupt!
Da sieht man einmal dass es auch einfach geht. KIS hat mal wieder zugeschlagen ;-)



















