Profilierung?
A) Spezieller Zuschnitt des Vorlieks des Segels
B) das Segel aus Stücken zusammensetzen und diese so überlappend zusammenfügen, dass sich ein
Profil bildet.
Das Vorliek sollte nur ganz leicht gespannt werden, gerade so, dass es einigermaßen faltenfrei am
Mast steht. Zieht man zu stark am Vorliekstrecker, so verzieht sich das Segel und bildet Längsfalten
parallel zum Mast. Auch wird die leichte Drehbarkeit des Segels am Mast durch ein Zuviel an
Vorliekspannung erheblich eingeschränkt.
Auf der anderen Seite lässt sich durch eine behutsame Veränderung der Vorliekspannung die
Profilierung des Segels beeinflussen:
Kaum Spannung Etwas mehr Spannung
= max. Profiltiefe geht gegen Segelmitte = Profiltiefe wandert zum Mast hinProfileinstellung:
Das Profil selbst ist schon wieder so eine Geschichte für sich.
Grundsätzlich soll es eine gleichmäßige Wölbung über die Segelbreite sein. Die max. Tiefe der
Wölbung soll dabei im vorderen Bereich liegen. Mit einem vollen, tiefen Profil erhält man viel
Vortrieb, man kann damit aber weniger hoch an den Wind
gehen, d.h. schlechter Kreuzen.
Ein flaches Profil dagegen liefert zwar weniger Vortrieb, kann dafür aber spitzer vom Wind
angeströmt werden - man kann also höher Kreuzen.
Über die Form des Profils bei den verschiedenen Windstärken gibt es ein paar grundsätzliche
Aussagen:
1. Bei wenig Wind sollte das Profil bauchiger, also tiefer sein und die max. Profiltiefe
gegen Segelmitte gehen
2. Bei viel Wind soll das Profil dagegen flach verlaufen und die größte Wölbungstiefe soll
weiter vorne sein
Aber es gibt Ausnahmen. Wie immer.
Bei wirklich ganz wenig Wind kann ein sehr bauchiges Segel z.B. nach einer Wende nicht
umschlagen, weil das Segel eben durch die starke Wölbung relativ steif in sich wird.
Also ist es nicht falsch, bei solchen Flautentagen das Segel eher flach zu trimmen, damit man auf
allen Kursen zwar (vielleicht) potentiell etwas langsamer aber dafür überhaupt vorankommt.
Umgekehrt gibt es Starkwindbedingungen, bei denen auch ein bauchiges Segel sinnvoll ist:
Wenn nämlich neben Wind auch ordentlich "Seegang" ist! Dann hat das Boot ordentlich zu
kämpfen und braucht Kraft, um sich in den Wellen nicht fest zu stampfen.
Hier sollte man ein bauchiges Profil einstellen, so das das Segel eben ordentlich Kraft
liefern kann und dafür ruhig den Nachteil in Kauf nehmen, nun nicht mehr die letzten Grad an der
Kreuz noch hoch zu kommen.
Bei Wind und Welle gilt:
Lieber voller, mit weniger Höhe, aber dafür mit Schwung segeln, als das Boot an die
Windkante zu pressen und dort zu verhungern.
Dieses Steuern gilt übrigens auch für Flautensituationen, wo sich das Boot um alles in der Welt
überhaupt bewegen soll und das Erzielen einer größtmöglichen Höhe meist zum Stillstand führt.
Es ist daneben auch sehr wichtig, das das Achterliek in sich nicht "zu macht", sondern der Wind
quasi zum Heck vom Segel abfließen kann.
Also bitte nie die Segel "anknallen", auch nicht bei viel Wind.
A) Spezieller Zuschnitt des Vorlieks des Segels
B) das Segel aus Stücken zusammensetzen und diese so überlappend zusammenfügen, dass sich ein
Profil bildet.
Das Vorliek sollte nur ganz leicht gespannt werden, gerade so, dass es einigermaßen faltenfrei am
Mast steht. Zieht man zu stark am Vorliekstrecker, so verzieht sich das Segel und bildet Längsfalten
parallel zum Mast. Auch wird die leichte Drehbarkeit des Segels am Mast durch ein Zuviel an
Vorliekspannung erheblich eingeschränkt.
Auf der anderen Seite lässt sich durch eine behutsame Veränderung der Vorliekspannung die
Profilierung des Segels beeinflussen:
Kaum Spannung Etwas mehr Spannung
= max. Profiltiefe geht gegen Segelmitte = Profiltiefe wandert zum Mast hinProfileinstellung:
Das Profil selbst ist schon wieder so eine Geschichte für sich.
Grundsätzlich soll es eine gleichmäßige Wölbung über die Segelbreite sein. Die max. Tiefe der
Wölbung soll dabei im vorderen Bereich liegen. Mit einem vollen, tiefen Profil erhält man viel
Vortrieb, man kann damit aber weniger hoch an den Wind
gehen, d.h. schlechter Kreuzen.
Ein flaches Profil dagegen liefert zwar weniger Vortrieb, kann dafür aber spitzer vom Wind
angeströmt werden - man kann also höher Kreuzen.
Über die Form des Profils bei den verschiedenen Windstärken gibt es ein paar grundsätzliche
Aussagen:
1. Bei wenig Wind sollte das Profil bauchiger, also tiefer sein und die max. Profiltiefe
gegen Segelmitte gehen
2. Bei viel Wind soll das Profil dagegen flach verlaufen und die größte Wölbungstiefe soll
weiter vorne sein
Aber es gibt Ausnahmen. Wie immer.
Bei wirklich ganz wenig Wind kann ein sehr bauchiges Segel z.B. nach einer Wende nicht
umschlagen, weil das Segel eben durch die starke Wölbung relativ steif in sich wird.
Also ist es nicht falsch, bei solchen Flautentagen das Segel eher flach zu trimmen, damit man auf
allen Kursen zwar (vielleicht) potentiell etwas langsamer aber dafür überhaupt vorankommt.
Umgekehrt gibt es Starkwindbedingungen, bei denen auch ein bauchiges Segel sinnvoll ist:
Wenn nämlich neben Wind auch ordentlich "Seegang" ist! Dann hat das Boot ordentlich zu
kämpfen und braucht Kraft, um sich in den Wellen nicht fest zu stampfen.
Hier sollte man ein bauchiges Profil einstellen, so das das Segel eben ordentlich Kraft
liefern kann und dafür ruhig den Nachteil in Kauf nehmen, nun nicht mehr die letzten Grad an der
Kreuz noch hoch zu kommen.
Bei Wind und Welle gilt:
Lieber voller, mit weniger Höhe, aber dafür mit Schwung segeln, als das Boot an die
Windkante zu pressen und dort zu verhungern.
Dieses Steuern gilt übrigens auch für Flautensituationen, wo sich das Boot um alles in der Welt
überhaupt bewegen soll und das Erzielen einer größtmöglichen Höhe meist zum Stillstand führt.
Es ist daneben auch sehr wichtig, das das Achterliek in sich nicht "zu macht", sondern der Wind
quasi zum Heck vom Segel abfließen kann.
Also bitte nie die Segel "anknallen", auch nicht bei viel Wind.










