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P28
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Stellung Vor- und Großsegel

 
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Luv- und Leegierigkeit wird daneben noch nicht unerheblich durch die Stellung von Vor- und
Großsegel zueinander beeinflusst.
Die Stellung zueinander bezieht sich aus dem gesamten Flächenprofil der Segel und der Einstellung
der beiden Schoten. Beide Segel zusammen bilden ja den Segeldruckpunkt.
Der ist aber nicht ganz als reiner gemeinsamer Flächenschwerpunkt zu sehen, sondern hängt auch
deutlich vom Wirkungsgrad der Segel ab.
Der Wirkungsgrad ist aber bei beiden Segeln unterschiedlich und muß zueinander justiert/getrimmt werden.

Ist das Vorsegel ( = die Fock) z.B. zu dicht eingestellt, dann ist, grob ausgedrückt, mehr Druck auf
diesem Segel und der Segeldruckpunkt wandert nach vorne -> das Boot wird leegierig.
Das gleiche passiert, wenn z.B. das Großsegel zu offen ist und der hintere Teil des Segels flattert, während die Fock noch steht.

Umgekehrt wird ein Boot luvgierig, wenn das Großsegel zu dicht eingestellt ist und die Fock zu
offen ist.

Was heißt jetzt zu dicht und zu offen?

Das Vorsegel soll nun so eingestellt werden, dass dessen Profil am Achterliek den Wind harmonisch
ans Großsegel lenkt. Also nicht in das Großsegel drückt aber auch nicht so, das dazwischen eine
riesen Lücke bleibt.
Ein leichter Düseneffekt, also eine leichte Verengung im Windverlauf sollte im Idealfall erzielt
werden. Und das bitte möglichst über die gesamte Achterlieklänge.
Es gibt hier eine alte Faustregel, die besagt, dass wenn das Boot hoch am Wind fährt und langsam
etwas in den Wind hineinluvt, stets zuerst das Vorliek der Fock anfangen soll zu flattern bzw.
einzufallen, bevor kurz darauf auch das Großsegel einfällt. Umgekehrt sollte sich im Großsegel
hoch am Wind (und sonst schon gar nicht) am Vorliek kein Gegenbauch bilden, eben hervorgerufen
durch den abgelenkten Wind vom zu dicht eingestellten Vorsegel, der ins offenere Großsegel drückt.

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